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Citizen Science in der Mittagspause: Von Zecken, Quartieren und digitaler Teilhabe

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Am 25. September 2026 präsentiert unsere Vorständin, Dr. Juliane Stiller, zwischen 12 und 13 Uhr unser Projekt „Digital dabei?" bei der digitalen Mittagspause von Mit:forschen. Die Online-Veranstaltung findet über Zoom statt und stellt neben unserem Projekt noch zwei weitere laufende Citizen-Science-Projekte vor.



Derya Yıldırım vom Bildungsbüro der Stadt Nürnberg gibt Einblicke in Nürnberg forscht und zeigt, welche Erkenntnisse in das Folgeprojekt Nürnberg forscht 2 eingeflossen sind. Das Anschlussvorhaben trägt den Citizen-Science-Ansatz in ausgewählte Quartiere Nürnbergs und rückt sozialräumliche und interkulturelle Fragen des Zusammenlebens in den Mittelpunkt. Bewohner*innen forschen mit Methoden wie Community Mapping, Stadtteilspaziergängen, Fokusgruppen und Interviews zu ihrem eigenen Lebensumfeld. Besonders angesprochen werden Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, deren Perspektiven in klassischen Beteiligungsformaten oft unterrepräsentiert bleiben.


Theresa Seidel vom NABU stellt anschließend Zecken entdecken und melden vor. Der NABU untersucht in dieser Mitmachaktion, wie aktiv die verschiedenen Zeckenarten in Deutschland sind, wo sie vorkommen und welche Wirte sie befallen. Im Fokus stehen dabei besonders die Buntzecken, allen voran die Wiesenzecke und die Schafzecke, die sich vermutlich klimabedingt aus wärmeren Regionen weiter nach Norden ausbreiten. Freiwillige suchen nach Aufenthalten im Freien nach Zecken, fotografieren die Funde und melden ihre Beobachtungen über ein Online-Formular. Die Daten ermöglichen Aussagen über die Verbreitung neuer Zeckenarten in Deutschland.

Dr. Juliane Stiller stellt Digital dabei? vor, ein Projekt von Grenzenlos Digital e.V. Gemeinsam mit acht Citizen Scientists haben wir untersucht, welche Barrieren Menschen mit eingeschränktem digitalem Zugang bei Verwaltungsangeboten in Berlin-Neukölln erleben. In 21 qualitativen Interviews haben die Co-Forschenden konkrete Hindernisse und Hürden dokumentiert. Auf dieser Grundlage ist der Inklusionsradar entstanden, ein Instrument, das systemische Barrieren im Zusammenspiel mit jenen Ressourcen sichtbar macht, die Verwaltungssysteme bei ihren Nutzenden stillschweigend voraussetzen.


Nach den drei Inputs bleibt Zeit für Fragen und Diskussion. Wir freuen uns, wenn Sie sich anmelden unter https://us06web.zoom.us/meeting/register/HDsBgdRDTDehp4iZ0lEIBw#/registration.

 
 
 

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