Vorbereitung von digitalen Beratungsstunden

Im Moment gibt es sehr viele Informationen, wie Blogposts, Webinare, und digitale Sprechstunden, die es sich zum Ziel gesetzt haben, digitale Tools zu erklären und somit auch gemeinnützigen Organisationen einen digitalen Arbeitsablauf zu ermöglichen. Jedoch wird dabei oft der Umgang mit der Zielgruppe oder den Kunden außer Acht gelassen, die häufig nur über niedrigschwellige Digitalangebote erreicht werden können. Wir möchten hier ein paar Überlegungen vorstellen, mit denen man eine digitale Sprechstunde, Beratung oder Coaching mit der jeweiligen Zielgruppe vorbereiten kann.




Bei Organisationen, die selbst Schutzbedürftige beraten oder mit einer Zielgruppe arbeiten, die größtenteils digital fern ist, ist es unerlässlich sich vor einer Umstellung von vormals persönlichen Treffen auf digitale Videokonferenzen ein paar Gedanken zu den technischen Möglichkeiten der Zielgruppe zu machen. Den Bedarf an digitaler Unterstützung kann man gezielt durch die vorhergehende Beantwortung folgender Fragen abstecken:


  • Handelt es sich bei den Beratungsgesprächen um Gruppen- oder Einzelberatungen?

  • Wie lang sind die Beratungsgespräche und wie oft finden sie statt?

  • Welche Themen sind Bestandteil der Beratung?

  • Gibt es die (finanziellen) Möglichkeiten Tools zu kaufen oder zu abonnieren oder ist man auf kostenlose technische Lösungen angewiesen?



Es kommt jedoch nicht nur auf den Kontext der Beratung an, sondern auch auf die technische Ausstattung und Digitalkompetenz der Teilnehmenden. Wichtig sind daher Kriterien, die die beratende Organisation bzw. die beratende Person nutzen kann, um ihre eigene Zielgruppe einschätzen zu können. So sollte man vor einem Beratungsgespräch folgende Dinge wissen:


  • Über welche digitale Ausstattung verfügen die Teilnehmenden? Laptops, Smartphones?

  • Verfügen die Teilnehmer*innen über einen Internetzugang? W-Lan oder Datenpaket?

  • Falls es nur das Datenpaket ist, welches mit dem Smartphone genutzt wird, wie groß ist dieses?

  • Besitzt die Person eine E-Mail-Adresse und kann sie mit E-Mail umgehen?


Bei den zahlreichen Fragen, die in unseren Beratungen aufkommen, stellen wir fest, dass es sich lohnt, sich vorher ein paar Gedanken zu machen und Fragen über die Ausstattung, Bedürfnisse und die Kompetenzen der Zielgruppe vorab zu stellen. Dies ermöglicht es, schnellere und passendere Antworten auf die Fragen in der digitalen Beratung zu geben.

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