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  • AutorenbildVioleta Trkulja

Die digitale Spaltung überwinden: Einblicke aus der Konferenz "Building Inclusive Pathways for Better Digital Services"

Aktualisiert: 15. Apr.

Juliane Stiller beim Vortrag auf der Konferenz
© POD Maatschappelijke Integratie - SPP Intégration sociale

Vom 13. bis 14. März hatte Juliane Stiller, Vorsitzende unseres Vorstands, die Möglichkeit, Grenzenlos Digital e.V. bei der von der belgischen Ratspräsidentschaft ausgerichteten Veranstaltung zu vertreten. Die Konferenz „Building Inclusive Pathways for Better Digital Services“ hatte das Ziel, Diskussionen über die Verbesserung der digitalen Teilhabe, Inklusion und Zugänglichkeit in ganz Europa anzuregen und eine Plattform für den Austausch von Ideen, Lösungen und Strategien zur Verringerung der digitalen Kluft zu bieten.


Wir waren eingeladen, in der Breakout-Session „Developing Human-Centered Services“ unser Projekt “Intro” vorzustellen - ein Online-Kurs zur Vermittlung grundlegender digitaler Fähigkeiten gepaart mit Arbeitsmarktorientierung für Menschen mit Fluchtbiographie. Der Fokus der Präsentation lag darauf, wie wir die Plattform Skillify, die von DigiCo bereitgestellt wird, für Selbsteinschätzungen während unseres Kurses genutzt haben. Skillify, ein Tool zur Eigenbewertung digitaler Fähigkeiten, ist mit seinem inklusiven und zugänglichen Design darauf ausgelegt, vulnerable Gruppen zu unterstützen, indem es die Identifizierung von Fähigkeiten erleichtert.


Tag Eins

Die Konferenz eröffnete mit einer Keynote von Alexander van Deursen, in welcher er sich mit digitaler Ungleichheit auseinandersetzte. In seinem Vortrag verdeutlichte van Deursen, wie stark Personen mit geringen digitalen Kompetenzen von den negativen Auswirkungen der digitalen Transformation betroffen sind und wie wenig sie von den positiven Aspekten profitieren können. Diese Erinnerung an die breiteren Auswirkungen der digitalen Kluft prägte den Ton der folgenden Diskussionen.


Im Verlauf des Tages fanden verschiedene Panels statt, die kritische Fragen untersuchten, zum Beispiel: Zum Beispiel: Wer ist am besten qualifiziert, um jenen zu helfen, die mit digitalen Herausforderungen konfrontiert sind? Welche Strategien sind am geeignetsten? Dabei wurde insbesondere auf einen Mangel hingewiesen: viele digitale Angebote und Dienste sind vorhanden, es fehlt jedoch an klaren Wegen, wie diese aufgefunden und effektiv genutzt werden können. Hier bedarf es mehr Anstrengung, damit die Angebote für die Menschen, die sie am dringendsten benötigen, auch von ihnen gefunden werden können. Die Diskussionen betonten die Wichtigkeit der Schaffung zugänglicher Leitfäden und der Verbesserung digitaler Fähigkeiten, insbesondere am Arbeitsplatz, um eine breitere Wirkung zu erzielen.


Tag Zwei

Der zweite Tag begann mit einer Keynote von Saskia van Uffelen über die Bedeutung des Erwerbs digitaler Fähigkeiten für die Zukunft.


Eine besonders bewegende Breakout-Session, geleitet von Laura Pajula und Viivi Korpela vom Centre of Excellence in Research on Ageing and Care in Finland, konzentrierte sich darauf, wie ältere Menschen in die digitale Welt einbezogen werden können. Diese Bevölkerungsgruppe erlebt aufgrund des schnellen Fortschritts der digitalen Technologie häufig ein Gefühl der Ausgrenzung und die Referentinnen erinnerten mit ihrem Beitrag daran, dass Inklusivität alle Menschen berücksichtigen sollte. 


In der Session, in der Léa Ichikawa von DigiCo und Juliane über Skillify und Intro sprachen, stieß auf großes Interesse und Engagement und löste eine Diskussion über die Barrieren von digitalen Diensten aus. 


Die Konferenz bot zahlreiche Gelegenheiten für Diskussionen über digitale Inklusion. In vielen europäischen Ländern, wie beispielsweise in Litauen, wurden bereits beachtliche Fortschritte bei der Entwicklung digitaler Bürgerdienste gemacht, begleitet von umfassenden Maßnahmenplänen zur Implementierung dieser. Besonders hervorzuheben ist bei der Umsetzung dieser Maßnahmen das Bestreben, alle Bürger:innen in diesen digitalen Wandel einzubeziehen. 


In Deutschland sind noch einige Schritte zu gehen, um ein ähnlich inklusives und umfassendes digitales Serviceangebot zu etablieren. Wir können von den Erfolgen und Initiativen anderer lernen und müssen uns weiterhin dafür einsetzen, dass niemand zurückgelassen wird.

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